Erdbebenhilfe

Direkt-Hilfe beim Wiederaufbau in der Türkei!

Türkei

Türkei–Kurdistan – Nothilfe nach dem Erdbeben und den Überschwemmungen (Frühjahr 2023)

Aktuelle Situation (Stand: Dezember 2023)

Das schwere Erdbeben im Grenzgebiet Türkei–Syrien vom 6. Februar 2023 sowie die folgenden Überschwemmungen haben in der Region Türkei–Kurdistan unermessliches Leid hinterlassen. Viele Menschen verloren von einem Moment auf den anderen ihr Zuhause, ihre Existenzgrundlage und Angehörige. In einer Region, die ohnehin politisch und wirtschaftlich stark belastet ist, wurden Familien in tiefste Not gestürzt.

Die staatlichen Hilfen erreichten viele betroffene kurdische Gebiete nur verzögert oder gar nicht. Spenden an offizielle Organisationen wurden reguliert, soziale Medien zeitweise gesperrt – für viele war rasche Versorgung schlicht unerreichbar.
In dieser schwierigen Lage waren private, direkte Wege oftmals die einzigen verlässlichen Möglichkeiten, um Hilfe dorthin zu bringen, wo sie wirklich gebraucht wurde. Über Kontakte von Menschen in der Schweiz konnten solche Wege genutzt werden.

Dank den eingegangenen Spenden konnte der Verein Support im Jahr 2023 CHF 2’900.– als Soforthilfe ohne Abzüge weitergeben – direkt, sicher und zielgerichtet.

Wem wurde geholfen? – Einblicke in einzelne Schicksale

Die Unterstützung floss an Familien, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren, deren Häuser unbewohnbar wurden oder deren kleine Einkommensquellen zerstört wurden – etwa eine Kuh zur Selbstversorgung oder ein kleines Lebensmittelgeschäft. Viele mussten in Notunterkünften oder teuren Mietwohnungen leben und waren dringend auf Hilfe für Lebensmittel, Medikamente oder Baumaterial angewiesen.

Einige Beispiele:

  • Sonkaya – Mutter von vier Kindern.
    Ihre gesamte Wohnung wurde zerstört. Die Familie lebt seither ohne sicheren Wohnraum.
  • Fadime – Ihre Wohnung ist stark beschädigt, die Küche vollständig zerstört.
    Die Familie kocht und isst im Freien. Die Hilfe wird zur Renovierung ihres Hauses eingesetzt.
  • Aziz – Die Wohnung ging vollständig verloren.
    Sie lebt mit ihrer vierköpfigen Familie in einem Stall eines abgelegenen Dorfes.
  • Kevser – Ihr Haus wurde abgerissen.
    Nun lebt sie mit sechs Geschwistern und der Mutter in einer notdürftigen Mietwohnung.
  • Firat – Ein Vater mit zwei kleinen Mädchen.
    Die Mutter starb im Erdbeben, das Heim der Familie wurde zerstört. Der Vater, ein kurdischer Lehrer, wurde aus politischen Gründen entlassen und hat kein Einkommen.
  • Rahime, 85 Jahre – ohne Familie.
    Ihr Zuhause wurde zerstört. Sie wollte zunächst keine Hilfe annehmen, doch drei Ärztinnen überzeugten sie, den Bau eines kleinen Hauses zuzulassen.
    Dank den Spenden an den Verein Support konnte dieses Haus rechtzeitig vor Wintereinbruch fertiggestellt werden.

Diese Schicksale stehen stellvertretend für viele weitere Menschen, die nach der Katastrophe alles verloren haben.

Warum private Nothilfe entscheidend ist

In vielen kurdischen Regionen kam staatliche Hilfe nur schleppend an. Teilweise wurden militärische Aktionen fortgeführt, während Rettungsmaßnahmen verzögert stattfanden.
Unter diesen Umständen sind direkte, persönliche Kanäle oft die einzige Möglichkeit, verlässliche Unterstützung zu gewährleisten.
Der Verein Support arbeitet ausschliesslich mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen vor Ort, die sicherstellen, dass jeder Franken genau dort landet, wo er dringend benötigt wird.

Was wird benötigt?

Die Not in der Region ist weiterhin gross.
Jede Geldspende – ob klein oder gross – ermöglicht konkrete Hilfe: für Lebensmittel, Medikamente, Reparaturen oder sicheren Wohnraum.

Alle Spenden werden ohne Abzüge weitergegeben.
Vielen Dank für Ihre Solidarität, Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung für die betroffenen Menschen in Türkei–Kurdistan.

Haus von Rahime Bilgic